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Erbschaftssteuer und  Schenkungssteuer sind endlich ein Auslaufmodell in Andalusien

  1. Die Erbschaftssteuer

Bis zum Jahre 2018 war die Erbschaftssteuer in Andalusien eine gefürchtete Steuer. In Andalusien deshalb, da die Gesetzgebungskompetenz zur Festsetzung der Höhe der Erbschaftssteuer bei den jeweiligen Bundesländern (Comunidades) liegt. Der Rahmen wird in einem Rahmengesetz durch den Zentralstaat vorgegeben.

So kam es dazu, dass in jeder Comunidad eine andere Erbschaftssteuer galt. In Andalusien war sie am höchsten und in Madrid zahlte man gar keine. Dies lag in Andalusien auch daran, dass es keine Freibeträge sowie in  Deutschland gab.

Nun gibt es seit 01.01.2018, 1 Million Euro Freibeträge im Erbschaftssteuerrecht zwischen Eheleuten und zwischen Eltern und Kindern.

Seit dem 9. April 2019 nun, wird die Situation noch einmal deutlich erleichtert indem zusätzlich zu den Freibeträgen eine evtl. überschiessende Erbschaftssteuer nur in Höhe von 1% zu bezahlen ist.

Man kann also – so wie das schon in der Presse gemacht wird – von der Abschaffung der Erbschaftssteuer in Andalusien reden. Warum nicht gleich 0% und nur 1% Erbschaftssteuer was ja dazu führt, dass die Eintreibungskosten wesentlich höher sein werden als das Einspielergebnis? Na, weil es ein Rahmengesetz ist, und dieses Gesetz nur im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens in Madrid aufgehoben werden könnte. Den Inhalt bei Rahmengesetzen können allerdings die Comunidades bestimmen. So wurde hier auf 1% reduziert.

  1. Die Schenkungssteuer

Bisher war die Schenkungssteuer so hoch, dass im Wege der vorweggenommen Erbfolge lediglich die Möglichkeit eines fiktiven Verkaufes in Frage kam. Auch dieses Modell war aussergewöhnlich teuer, da auf Verkäuferseite und auf Käuferseite die Steuern bezahlt werden mussten.

Zudem  war es insbesondere den deutschsprachigen Kunden fremd, dass die Freibeträge im Erbschaftssteuerrecht nicht auch gleichzeitig für das Schenkungssteuerrecht galten – so wie z.B. in Deutschland.

Seit dem 09. April 2019 wurde per Dekret auch die Schenkungssteuer auf 1% reduziert. Dies ist wirklich eine bahnbrechende, neue positive Entwicklung für den Immobilieneigentümer. In  den vielen Fällen in denen wir uns dann mit den Mandanten doch gegen eine lebzeitige Übertragung der Immobilie an die Kinder entscheiden mussten – aus Kostengründung – besteht jetzt eine hervorragende ziemlich kostengünstige Möglichkeit dasselbe Ergebnis zu erreichen.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren und sich ausrechnen zu lassen, was die Übertragungen zu Lebzeiten im Wege der Schenkungen nun kosten werden.

Nachdem die gesamte Angelegenheit noch ganz frisch ist, wird es mit Sicherheit weitere wissenswerte Details für die Zukunft geben, die wir dann zu gegebener Zeit ebenfalls publizieren möchten.

Gez. Wohlfahrt

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