+34 952 88 08 55 info@wohlfahrtabogados.com

Vermögenssteuer in Spanien ist eine gefährliche „Fussangel“, da sie für die Ausländer mit gewöhnlichem Aufenthalt in Spanien auch deren gesamtes Vermögen ausserhalb Spaniens erfasst.(Formular 720)
Sie wird von Jahr zu Jahr verlängert, letztmalig für 2017 zu erklären bis Ende Juni 2018. Für 2018 herrscht Schweigen im Walde – bis 31.12.2018 kann Hacienda Publica (das Finanzministerium) allerdings noch nachlegen. Das Vermögenssteuergesetz ist im Jahre 1991 verabschiedet worden. In 2008 wurde die Vermögenssteuer ausgesetzt, um sie dann im Jahre 2011 bis 2017 wieder auf jährlicher Basis zu verlangen. (Ich erinnere an den Soli in Deutschland oder gar die Sektsteuer die 1902 eingeführt wurde, um die Kaiserliche Kriegsflotte zu finanzieren). Deswegen ist es lediglich der südländischen Nachlässigkeit zuzuschreiben, dass Anfang Mai immer noch keine Planungssicherheit für den Steuerzahler herrscht – ein Unding – aber die Gier des Staates ist gross und ich gehe davon aus, dass wir bis zum, 31.12.2018 noch vom Finanzamt hören werden.
Die Vermögenssteuer ist grundsätzlich eine Bundessteuer und sollte in ganz Spanien erhoben werden, fliesst aber an die Bundesländer und ist für diese eine wesentliche Einkommensquelle. Deswegen können die „Comunidades“ , in gewissem Rahmen, abweichende Regelungen treffen.
Gegenstand der Besteuerung ist das spanische Nettovermögen für Nichtresidente, bzw. für Steuerresidenten das Weltvermögen. Wem das klar wird, der überlegt sich dreimal seinen Lebensabend im spanischen Süden zu verbringen. Man sollte, bevor man sich für einen Platz im Süden entscheidet, eine genaue steuerliche Überprüfung der Verpflichtungen des Gastlandes vornehmen. Im Moment würde die Wahl eher auf Portugal fallen – ganz sicher nicht auf Spanien, bzw. Andalusien -.
Für unseren „Normalresidenten“ ist in erster Linie seine Immobilie von Interesse. Das Finanzamt nimmt zur Berechnung der Vermögenssteuer immer den höheren Wert – also den in der Kaufurkunde oder den Steuerwert(valor fiscal). Es gibt einen Freibetrag von 700.000 € pro Eigentümer. Insofern sollte man sich beim Erwerb überlegen wer kauft. Nur Mann/Frau oder beide?
Die Freibeträge variieren von Comunidad zu Comunidad, z.B. 800.000 € auf den Balearen, 700.000 € Andalusien und Valencia 1 Mio. €. Und raten Sie mal, wo keine Vermögenssteuer gezahlt wird? Richtig! In Madrid. Dort wird auch keine Erbschaftssteuer bezahlt! Warum? Weil dort die Politiker wohnen. Kaum zu glauben, aber wahr.
Die Steuersätze sind nach Comunidades verschieden und progressiv. (Die Steuersätze liegen zwischen 0,2 – 2,5%). Ein Beispiel im höheren Bereich (Andalusien).
Erwerb einer Villa durch eine Privatperson für 2.240.000 € abzüglich 700.000 € = zu versteuern 1.540.000 €. Das macht eine jährliche Vermögenssteuerschuld von 13.515,40 €.
Wenn man sich dann auch noch daran erinnert, dass man beim Erwerb dieser Villa schon ca. 214.000 € Grunderwerbssteuer bezahlt hat und jährlich Grundsteuer und Nichtresidentensteuer (wesentlich weniger, aber dennoch) zu bezahlen hat, dann wird klar, warum man sich genau überlegen sollte ob und wo man kauft. Wie heisst es so schön.“ Das Leben im Gemieteten ist am billigsten“.
An dieser Stelle höre ich in der Regel das Argument: „Dann kaufen wir mit einer Gesellschaft“.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.plugin cookies

ACEPTAR
Aviso de cookies